Das Haus Mariabergstrasse 19 wurde ca. 1798 gebaut. Am unteren Teil der Mariabergstrasse gelegen gehörte es zur sogenannten ‘Italienerstrasse’ von Rorschach. Oberitalienische Handelsleute hatten hier ihre Handels- und Wohnhäuser errichtet.

Die Fassaden des Hauses zeigen Stilelemente des frühen Klassizismus: Dreigeschossige Kolossalpilaster, Mansardengiebel in jede Richtung, gleiche Fensteröffnungen mit geraden Stürzen. Sie unterscheiden sich von den barockeren Fassaden der Nachbarhäuser, besonders dem Haus der Salvini von 1790 an der Mariabergstrasse 15.

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Dennoch gibt es barocke Restanzen wie die Portalgruppe und die Volutengiebel. Eine sprödere Handschrift tragen auch die Triglyphen, die mäanderartig geknickten Voluten und die strikt ionischen Kapitelle. Der spartanische Grundriss zeigt zudem eine nicht barocke Raumaufreihung am Mittelkorridor, wohl entsprechend dem Zweck des Baus (Handelskontor?).

Während des 19. und 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude in mehreren Umbauten zum Wohnhaus transformiert um heute als Tagesheim zu dienen. Die Fassaden wurden in der Folge mit Balkonen ausgebaut, ihre Oberflächen mehrmals saniert und die (relativ kleinen) Fenster mit Jalousien, zeitgemässen Verglasungen und Kunststeinsimsen bestückt.

Project Details

Mariabergstrasse 19
9400 Rorschach


Auftraggeberschaft: Maria baut AG, Neuhaus.
Daniel Werdenberg.

Architektur: Isa Stürm Urs Wolf SA, Zürich
Ursula Döring, Nadja Furler, Marcus Maier, Vasiliki Papadimitriou, Andres Ruiz, Zoé Rüttimann, Basile Specker, Isa Stürm, Yang YU.

Bauleitung: Ruppanner Baumanagement GmbH, Sirnach.
Monika Breitenmoser, Susi Näf, Thomas Ruppanner.

Baustoffanalyse: BWS Labor AG, Winterthur
Mirjam Nydegger, Sebastian Nydegger.

Baumeisterarbeiten: Baumann Geiger AG, Rorschach.
Slobodan, Emil Baumann, Joel Baumann, Roman Geiger.

Steinmetzarbeiten: Wurster AG, Staad.
Thomas Gmünder, Herr Wurster.

Kommunikation: Alltag Agentur GmbH, St. Gallen.
Jmaana Frehner, Marcus Gossolt, Maurus Hofer, Anatasia Kaminski, Janine Lorenz, Gloria Weiss.

Fotografie: Valentin Jeck, Stäfa